Google Ads Freelancer oder Agentur? Ein ehrlicher Vergleich
Freelancer sind oft günstiger, Agenturen breiter aufgestellt. Welche Lösung für euer Google-Ads-Konto wirklich passt, hängt von drei Fragen ab – und manchmal ist die Antwort nicht die Agentur.
Wer Google Ads nicht selbst betreuen will, steht früher oder später vor der Wahl: ein Freelancer oder eine Agentur? Als Agentur haben wir dazu natürlich eine Meinung. Trotzdem ist die ehrliche Antwort nicht immer „Agentur“. In diesem Vergleich zeigen wir euch, worin sich beide unterscheiden und woran ihr erkennt, was zu eurem Konto passt.
Die kurze Antwort
Ein guter Freelancer ist oft die bessere Wahl, wenn ihr ein überschaubares Google-Ads-Konto mit einem klaren Ziel habt und Anzeigen, Landingpages und Tracking weitgehend selbst stemmen könnt. Eine Agentur lohnt sich, wenn mehrere Kanäle zusammenspielen sollen, regelmäßig neue Anzeigen und Zielseiten entstehen müssen oder eure Kampagnen auch bei Urlaub und Krankheit ohne Unterbrechung betreut werden sollen.
In beiden Fällen gilt: Nicht das Etikett entscheidet, sondern die Person, die euer Konto tatsächlich betreut.
Was ein Google Ads Freelancer leistet
Ein Freelancer arbeitet allein oder mit wenigen Partnern. Viele haben vorher in Agenturen oder Inhouse-Teams gearbeitet und sich auf Suchmaschinenwerbung spezialisiert.
- Stärken: direkter Draht ohne Zwischenstationen, meist niedrigere Honorare, weil kein Team und kein Büro mitfinanziert werden, und oft tiefe Spezialisierung auf Google Ads.
- Grenzen: begrenzte Kapazität, keine automatische Vertretung und selten Know-how für andere Kanäle. Creatives, Landingpages oder die technische Umsetzung des Trackings müssen häufig extern oder von euch selbst kommen.
Was eine Google Ads Agentur leistet
Eine Agentur bringt ein Team mit – im besten Fall mit festen Ansprechpartnern und klaren Zuständigkeiten.
- Stärken: Vertretung bei Ausfall, mehrere Kanäle aus einer Hand, etwa Google Ads für bestehende Nachfrage und Meta oder LinkedIn für neue Zielgruppen, dazu Kapazität für Creatives, Landingpages und Tracking.
- Grenzen: höhere Honorare und das Risiko, dass nach dem Verkaufsgespräch eine unerfahrene Person euer Konto übernimmt oder die Ansprechpartner häufig wechseln.
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Freelancer | Agentur |
|---|---|---|
| Honorar | meist niedriger | meist höher |
| Ansprechpartner | immer dieselbe Person | je nach Agentur fest oder wechselnd |
| Vertretung | selten geregelt | in der Regel gesichert |
| Kanäle | meist nur Google | Google plus Social Ads, oft aus einer Hand |
| Creatives und Landingpages | häufig extern | oft im Leistungsumfang |
| Skalierung | durch Kapazität begrenzt | leichter, wenn Budget und Kanäle wachsen |
Wann ein Freelancer besser passt
- Ihr habt ein einzelnes Suchkonto mit überschaubarem Budget und einem klaren Ziel, zum Beispiel Anfragen in einer Region.
- Landingpages, Texte und Tracking habt ihr intern im Griff.
- Ihr wollt zunächst testen, ob Google Ads für euch überhaupt funktioniert.
- Ihr legt Wert darauf, immer mit genau einer Person zu sprechen.
Wann sich eine Agentur lohnt
- Google Ads soll mit Social Ads zusammenspielen, und Budgets sollen dorthin fließen, wo sie am meisten bringen.
- Ihr braucht regelmäßig neue Anzeigen, Videos oder Landingpages.
- Euer Umsatz hängt so stark an den Kampagnen, dass eine Pause von zwei Wochen echtes Geld kostet.
- Ihr wollt wachsen – in neue Regionen, Produkte oder Länder – und braucht dafür mehr Kapazität, als eine Person haben kann.
Sieben Fragen für das Erstgespräch
Stellt diese Fragen jedem Anbieter, egal ob Freelancer oder Agentur:
- Wer genau betreut unser Konto – und wie viel Erfahrung hat diese Person mit Konten wie unserem?
- Gehören Google-Ads-Konto, Tracking und Daten uns?
- Auf welche Kennzahl optimiert ihr – Klicks, Anfragen oder Umsatz?
- Wie oft wird optimiert, und wo sehen wir, was verändert wurde?
- Wer kümmert sich um Anzeigentexte, Landingpages und das Conversion-Tracking?
- Wie ist die Vertretung bei Urlaub oder Krankheit geregelt?
- Wie lange ist die Mindestlaufzeit, und was passiert bei einer Kündigung?
Warnsignale
- Das Werbekonto gehört dem Dienstleister: Bei einem Wechsel verliert ihr eure gesamte Kontohistorie.
- Garantierte Top-Positionen: Position eins lässt sich kaufen, sagt aber nichts darüber aus, ob sich die Klicks rechnen.
- Reports nur mit Klicks und Impressionen: Entscheidend sind Anfragen, Käufe und die Kosten pro Ergebnis.
- Werbebudget über fremde Rechnungen: Das Budget sollte direkt von eurem Konto an Google gehen.
Mit welchen Kosten ihr für Budget und Betreuung rechnen solltet, zeigt unser Ratgeber Was kostet Google Ads? – inklusive echter Klickpreise aus dem Keyword-Planer.
Fazit
Freelancer oder Agentur ist weniger eine Frage des Preises als eine Frage des Umfangs. Für ein fokussiertes Suchkonto kann ein erfahrener Freelancer genau richtig sein. Sobald mehrere Kanäle, regelmäßige Creatives und Wachstum ins Spiel kommen, spielt eine Agentur ihre Stärken aus.
Ihr seid unsicher, was für euch passt? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns euer Konto an – und wenn ein Freelancer besser zu euch passt, sagen wir euch das offen. Mehr über unsere Arbeit als Google Ads Agentur aus Bochum findet ihr auf der Leistungsseite.


