Was kostet Facebook- und Instagram-Werbung? Meta Ads Kosten und Budget richtig planen
Facebook- und Instagram-Werbung hat keinen festen Preis – und zu wenig Budget ist am Ende teurer als gedacht. Wie Meta abrechnet, was die Kosten treibt und wie viel ihr pro Tag wirklich braucht.
„Reichen zehn Euro am Tag?“ Die Frage hören wir oft. Technisch ja – Meta nimmt euer Geld auch in kleinen Beträgen. Ob dabei etwas Sinnvolles herauskommt, ist eine andere Frage. Denn bei Meta Ads entscheidet das Budget nicht nur darüber, wie viele Menschen eure Anzeige sehen, sondern auch darüber, ob der Algorithmus überhaupt genug Daten bekommt, um gut zu arbeiten.
Was Facebook Werbung kostet
Facebook- und Instagram-Werbung laufen über denselben Werbeanzeigenmanager von Meta, deshalb gelten für beide dieselben Regeln. Es gibt keinen festen Preis und keine Grundgebühr: Ihr legt ein Tages- oder Laufzeitbudget fest, und Meta gibt höchstens diesen Betrag aus. Die Gesamtkosten bestehen aus drei Teilen:
- Werbebudget: das Geld, das direkt an Meta geht.
- Creatives: Bilder, Videos und Texte. Sie entscheiden bei Meta stärker über den Erfolg als jede Einstellung im Konto.
- Betreuung: Setup, Tracking, Tests und laufende Optimierung – intern oder durch eine Agentur. Womit ihr bei einer Agentur rechnen solltet, lest ihr im Artikel Was kostet eine Social Media Agentur?
Wie Meta abrechnet
Hinter jeder Anzeige steht eine Auktion. Meta vergleicht dabei nicht nur die Gebote, sondern auch, wie wahrscheinlich eine Person auf eure Anzeige reagiert und wie gut die Anzeige ankommt. In den meisten Fällen wird pro 1.000 Einblendungen abgerechnet. Die Kennzahlen, auf die es ankommt, sind am Ende aber nicht die Kosten pro Einblendung oder pro Klick, sondern die Kosten pro Kauf, Lead oder Bewerbung.
Ein Tipp für die Planung: Bevor ihr eine Kampagne startet, zeigt euch der Werbeanzeigenmanager bereits eine Schätzung der Reichweite und Ergebnisse für euer Budget. Und in der öffentlichen Meta-Werbebibliothek seht ihr, welche Anzeigen eure Wettbewerber gerade schalten.
Was die Kosten treibt
- Zielgruppe und Wettbewerb: Je mehr Werbetreibende dieselben Menschen erreichen wollen, desto teurer wird es.
- Saison: Im vierten Quartal, rund um Black Friday und Weihnachten, steigen die Preise spürbar, weil viele Händler gleichzeitig werben.
- Creatives: Anzeigen, die Menschen ansprechen, bekommen günstigere Einblendungen. Schwache Creatives machen jeden Kontakt teurer.
- Ziel der Kampagne: Ein Kauf ist seltener als ein Klick und kostet daher mehr – ist aber auch mehr wert.
- Tracking: Kommen Käufe und Leads nicht zuverlässig bei Meta an, optimiert der Algorithmus im Blindflug. Mehr dazu im Artikel zur Meta Conversions API.
Wie viel Budget ihr konkret braucht, hängt vor allem davon ab, was ein Ergebnis kosten darf – und davon, wie viele Ergebnisse der Algorithmus zum Lernen braucht.
Warum zu wenig Budget am Ende teuer ist
Meta optimiert eure Kampagnen auf ein Ziel, zum Beispiel Käufe oder Leads. Dafür muss das System lernen, welche Menschen dieses Ziel wahrscheinlich erreichen. Nach Metas eigenen Angaben braucht eine Anzeigengruppe dafür ungefähr 50 Optimierungsereignisse innerhalb von sieben Tagen. Solange diese Zahl nicht erreicht ist, befindet sich die Anzeigengruppe in der Lernphase – und die Ergebnisse schwanken stark.
Ist das Budget dauerhaft zu klein, bleibt die Anzeigengruppe im Status „Lernphase eingeschränkt“ hängen. Dann zahlt ihr zwar jeden Tag, bekommt aber selten stabile Kosten pro Ergebnis. Genau das macht ein zu kleines Budget so teuer.
Die Rechnung
Die Faustformel ist einfach:
Tagesbudget pro Anzeigengruppe ≈ Zielkosten pro Ergebnis × 50 ÷ 7
Die Zielkosten pro Ergebnis leitet ihr aus eurem Geschäft ab, nicht aus Branchendurchschnitten. Für einen Onlineshop heißt das: Wie viel darf ein Kauf kosten, damit nach Warenkosten, Versand und Retouren noch etwas übrig bleibt? Für Dienstleister: Wie viele Anfragen braucht ihr für einen Auftrag, und was ist ein Auftrag wert?
Zwei Beispiele
Onlineshop
Ein Shop hat einen durchschnittlichen Warenkorb von 60 Euro und nach allen Kosten eine Marge von 50 Prozent. Ein Kauf dürfte also höchstens 30 Euro kosten, realistisch geplant wird mit 20 Euro. Die Rechnung: 20 × 50 ÷ 7 ≈ 143 Euro pro Tag – für eine einzige Anzeigengruppe.
Dienstleister mit Leads
Ein Dienstleister rechnet mit 25 Euro pro Anfrage. 25 × 50 ÷ 7 ≈ 179 Euro pro Tag. Das klingt nach viel, wird aber schnell relativ, wenn aus jeder fünften Anfrage ein Auftrag über mehrere Tausend Euro wird.
Wenn das Ergebnis zu hoch ist
Nicht jedes Unternehmen kann oder will sofort 150 Euro am Tag pro Anzeigengruppe investieren. Das ist in Ordnung. Dann gibt es drei Stellschrauben:
- Weniger Anzeigengruppen: Konzentriert das Budget. Lieber eine Anzeigengruppe mit breiter Zielgruppe und mehreren Creatives als fünf kleine.
- Ein früheres Ziel: Wenn Käufe zu selten sind, optimiert vorübergehend auf ein häufigeres Ereignis wie „In den Warenkorb“ und wechselt später auf Käufe.
- Mehr Geduld: Mit kleineren Budgets dauert das Lernen länger. Bewertet Kampagnen dann nicht nach drei Tagen, sondern nach zwei bis drei Wochen.
Was selten hilft: das Budget zu halbieren und auf dieselbe Leistung zu hoffen.
Budget erhöhen, ohne alles umzuwerfen
Läuft eine Kampagne gut, ist der Reflex verständlich: Budget verdoppeln. Größere Änderungen können die Anzeigengruppe aber zurück in die Lernphase werfen. Besser ist es, das Budget in moderaten Schritten zu erhöhen, ein paar Tage zu beobachten und dann weiterzugehen. Alternativ könnt ihr eine gut laufende Anzeigengruppe duplizieren und dort mit höherem Budget starten.
Und denkt daran: Mehr Budget braucht mehr Creatives. Wer das Budget verdreifacht, aber weiter dieselben zwei Anzeigen zeigt, sieht schnell steigende Kosten, weil dieselben Menschen dieselbe Anzeige immer wieder sehen. Wie ihr Anzeigen systematisch testet, lest ihr im Artikel über Creative Testing.
Fazit
Das richtige Meta-Ads-Budget lässt sich nicht raten, aber ziemlich gut ausrechnen. Startet mit euren Zielkosten pro Ergebnis, plant genug Budget für etwa 50 Ereignisse pro Woche und Anzeigengruppe ein und haltet die Struktur schlank. Dann bekommt der Algorithmus die Daten, die er braucht – und ihr stabilere Ergebnisse.
Ihr wollt euer Budget einmal durchrechnen lassen? Genau das machen wir im kostenlosen Erstgespräch. Mehr zu unserer Arbeit findet ihr auf der Seite unserer Facebook Ads Agentur aus Bochum. Und wenn ihr Meta mit Suchmaschinenwerbung vergleichen wollt: Was kostet Google Ads?


